Bundeskanzlerin Merkel: Exzellente Beziehungen zu Kroatien

Deutschland und Kroatien vertreten beim Konflikt in der Ukraine wie auch in der Migrationspolitik die gleichen Auffassungen. Das sagte Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch des kroatischen Ministerpräsidenten Plenković in Berlin. Auch darüber hinaus seien die bilateralen Beziehungen exzellent, so Merkel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (links) und der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenković schütteln sich am 12.12.2016 am Ende einer Pressekonferenz nach ihrem Gespräch im Bundeskanzleramt in Berlin die Hände. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa Bild vergrößern (© picture-alliance / dpa)

Die Kanzlerin betonte beim Besuch des kroatischen Ministerpräsidenten die exzellenten bilateralen Beziehungen.

Deutschland und Kroatien sähen die großen europäischen Aufgaben aus dem gleichen Winkel. Das betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Antrittsbesuch des neuen kroatischen Ministerpräsidenten Andrej Plenković im Kanzleramt. Sowohl in der europäischen Migrationspolitik wie auch im Konflikt in der Ostukraine verträten beide Regierungen die gleichen Auffassungen.

Deutsche Unterstützung für Kroatien

Die Bundeskanzlerin betonte bei der gemeinsamen Pressekonferenz, dass sie sich freue, dass Kroatien jetzt den Schwerpunkt auf die finanz- und wirtschaftspolitische Agenda gelegt habe. "Das ist wichtig und gut für die Menschen in Kroatien." Deutschland wolle hier weiter unterstützend tätig sein, so Merkel.

Die Kanzlerin führte weiter aus, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und Kroatien exzellent seien. Die zahlreichen, in Deutschland lebenden Kroaten würden zudem eine Brücke zwischen beiden Ländern bilden. Sie wies auch darauf hin, dass Deutschland schon sehr früh die Unabhängigkeit Kroatiens unterstützt habe wie auch den Beitritt des Landes zur Nato 2009.

Wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung

Merkel hob hervor, dass eine Vielzahl der von der deutsch-kroatischen Handelskammer betreuten Unternehmen - 380 an der Zahl - einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes leisteten. Diese Unternehmen stünden für 80.000 Arbeitsplätze in Kroatien, das seien immerhin zehn Prozent der Beschäftigten im privaten Sektor.

Deutschland ist Kroatiens größter Handelspartner. Neben größeren deutschen Investitionen unter anderem durch DAX-Konzerne haben zahlreiche mittelständische deutsche Unternehmen Tochterfirmen in Kroatien gegründet. Deutsche Urlauber stellen mit jährlich zwei Millionen Touristen das zahlenmäßig größte Kontingent an Besuchern Kroatiens. 2015 ist die Zahl der deutschen Touristen um 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Prozess der Westbalkankonferenzen

Ministerpräsident Plenković stehe für eine gute Entwicklung des gesamten Westbalkans, so die Kanzlerin. Man habe sich intensiv über Bosnien-Herzegowina unterhalten und die Notwendigkeit, dieses Land beim Weg in die EU zu unterstützen. Man fühle sich der Entwicklung aller Staaten auf dem westlichen Balkan sehr verpflichtet, weshalb man auch 2014 den Prozess der Westbalkankonferenzen angestoßen habe, so Merkel.

Aus: bundesregierung.de