Botschafter Hans Peter Annen an der Juristischen Fakultät der Universität Zagreb am 23.05.2013 zum Thema „Deutsche Politik in Europa im Zeichen der Wirtschafts- und Finanzkrise“

Botschafter Annen hielt am 23. Mai 2013 an der Juristischen Fakultät der Universität Zagreb vor Studenten und Professoren einen Vortrag zum Thema „Deutsche Politik in Europa im Zeichen der Wirtschafts- und Finanzkrise“.

Botschafter Annen erläuterte die deutsche Politik in und für Europa. Deutschland achte stets darauf, ein europäisches Deutschland und kein deutsches Europa zu verwirklichen. Deutschland werde es dauerhaft nur gut gehen, wenn es Europa gut gehe, und ein schwaches Deutschland werde umgekehrt Europa nicht weiter bringen. Die jetzige Wirtschaftskrise, die in einigen Ländern zu negativen Haltungen gegenüber Deutschland geführt hat, könne nur und werde auch gemeinsam von allen Europäern überwunden werden. Deutschland strebe dabei eine Wirtschafts-, Fiskal- und Bankenunion sowie eine Fortentwicklung der politischen Union an. Besonderes Augenmerk gelte der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa.

Die Krise müsse für die Vertiefung der Union und die dauerhafte Stärkung von Demokratie, Wohlstand und Stabilität genutzt werden, Deutschland dominiere Europa nicht, sondern zeige in einer ernsten Krise Verantwortung und Solidarität. Wichtig sei die gemeinsame Stärkung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit Europas. Hier seien vorrangig alle Mitgliedsstaaten selbst gefordert. Europa sei nicht allein eine Wirtschafts- und Finanz-, sondern vor allem eine Friedens-, Werte- und Stabilitätsgemeinschaft. Die Einigung Europas habe unserem Kontinent eine nie dagewesene Zeit des Friedens, der Freiheit und der Stabilität gebracht. Deutschland werde den gemeinsamen europäischen Werten und Zielen uneingeschränkt verpflichtet bleiben. Dabei zähle Deutschland mit großer Hoffnung und Zuversicht auch auf den Beitrag des künftigen EU-Mitglieds Kroatien, das Deutschland herzlich begrüße.