Deutsch-französisches Signal an Kroatien

Gemeinsame Reise von Staatsminister Michael Link und seinem französischen Pendant, Thierry Repentin, nach Kroatien vom 12. bis 14. Mai: Im Fokus des ersten gemeinsamen Besuchs von Link und Repentin steht der baldige EU-Beitritt Kroatiens.

Staatsminister Link mit Amtskollegen Repentin (Archivbild) Bild vergrößern Staatsminister Link mit Amtskollegen Repentin (Archivbild) (© AA) Wie Link und sein französischer Amtskollege Repentin bereits am 10. Mai in Paris unterstrichen, soll diese erste gemeinsame Reise nach Kroatien ein gemeinsames positives Signal wenige Wochen vor dem EU-Beitritt des Landes aussenden. Man wolle mit der deutsch-französischen Reise symbolhaft zeigen, wie zwei Länder, die sich in der Vergangenheit bekriegt haben, heute "Hand in Hand" arbeiten, sagte Repentin zu Beginn des Besuchs.

Eurocampus Zagreb soll Schule machen 

Im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern in Zagreb Bild vergrößern Im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern in Zagreb (© AA / Kahrl) Den Auftakt bildete am Morgen der Besuch der deutschen und französischen Schule Zagreb. Beide Schulen sind sogenannte Auslandsschulen: Die Deutsche Internationale Schule und ihr französisches Pendant, die Ecole française de Zagreb, sind gemeinsam als Externer Link, öffnet in neuem FensterEurocampus Zagreb untergebracht. Hier lernen Schülerinnen und Schüler mit 20 verschiedenen Nationalitäten tagtäglich zusammen. Nach einer Besichtigung der Schule und Gesprächen mit Lehrern, Elternvertretern und den Jugendlichen selbst fasste Link seine Eindrücke knapp zusammen, denn: "Der Eurocampus Zagreb muss Schule machen". 

Ein positives Signal aussenden

Repentin, Pusić und Link in Zagreb Bild vergrößern Repentin, Pusić und Link in Zagreb (© AA / Kahrl) Am Nachmittag ging es mit politischen Gesprächen der beiden Beauftragten weiter. So wurden die beiden Vertreter der deutsch-französischen Zusammenarbeit sowohl vom Staatspräsident Kroatiens, Ivo Josipović, als auch von der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Außenministerin des Landes, Vesna Pusić, empfangen. Link lobte die Bemühungen des Landes, denn "Kroatien musste auf dem Weg zum Beitritt besonders harte Bedingungen erfüllen. Kroatien ist sich bewusst, dass der Reformbedarf am 1. Juli nicht zu Ende ist." und unterstrich: „Der Beitritt Kroatiens ist wegweisend für die Region: Kroatien ist ein Brückenbauer in der Region.“