Deutsche und Franzosen feiern 49. Jahrestag des Elysée-Vertrags

Am 22. Januar 2012 feiern Deutschland und Frankreich den 49. Jahrestag des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, den so genannten „Elysée-Vertrag“, den der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer und französische Präsident General de Gaulle 1963 in Paris unterzeichneten.

Die Unterschriften und die Siegel des damaligen deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer(r) und des französischen Präsidenten Charles de Gaulle. Bild vergrößern (© picture-alliance / dpa) Mit diesem Dokument wurde die Versöhnung zwischen den beiden Völkern gefestigt und der Grundstein für einen nachhaltigen Frieden in Europa gelegt. Der Vertrag beschleunigte nicht nur den Prozess der europäischen Integration, sondern trug auch zur Rückgewinnung des Vertrauens in Europa bei. Letztendlich war dies die Grundlage für die Überwindung der Teilung Deutschlands. Der „Elysée-Vertrag“ war der Gründungsakt für die Versöhnung in Europa, die heute im EU-Erweiterungsprozess zum Ausdruck kommt.

Vor fünfzig Jahren, genauer am 15. Februar 1962, wurden mit einer Reihe gemeinsamer Konferenzen und gegenseitigen Amtsbesuchen auf höchster Staatsebene die Voraussetzungen für den Elysée-Vertrag geschaffen. Charles de Gaulle und Konrad Adenauer gelang es, den jahrhundertalten Teufelskreis aus tiefen Wunden, Hass und Krieg zu durchbrechen. Deutschland und Frankreich blicken heute auf ein halbes Jahrhundert europäischen Miteinanders in Friede und Freiheit zurück.

Heute gibt es eine ganze Reihe von Beispielen für die erfolgreiche deutsch-französische Zusammenarbeit auch in Kroatien wie etwa den im Jahr 2006 gegründeten EuroCampus Zagreb, einen Zusammenschluss der Deutschen Internationalen Schule und der Ecole Francaise. Weitere Beispiele sind ein Ende 2011 von den Botschaften beider Länder zusammen mit der Philosophischen Fakultät Zagreb organisiertes Kolloquium zum deutsch-französischen Geschichtsbuch und eine gemeinsame Fahrt beider Botschafter in einem E-Smart, in welchem sie die Nutzung alternativer Energiequellen bewarben. Auch den EU-Beitrittsprozess Kroatiens haben Deutschland und Frankreich stets unterstützt. Ein Beispiel hierfür ist eine gemeinsame Delegationreise der außenpolitischen Ausschüsse der Parlamente beider Länder im Januar 2011 nach Zagreb